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gesammeltes Patienten-Wissen

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Angehoerige

Informationen für Angehörige von Parkinson-Patienten



Angehörige sind äußerst hilfreich und wichtig bei der Bewältigung einer chronischen Krankheit wie Parkinson und können die erkrankte Person sinnvoll unterstützen. Die meisten Angehörigen machen das sehr gut, trotzdem kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten und es passieren Fehler.

Was ist nun hilfreich im Umgang miteinander?
Patienten sollten so normal wie möglich behandelt werden. Je weniger der Patient spürt, dass er als kranker Mensch gesehen wird, umso einfacher fällt es ihm, Hilfe in alltäglichen Situationen anzunehmen. Der Erkrankte muss erst lernen; dass er Hilfe nötig hat. Sich dies einzugestehen, ist extrem schwer.

Der Umgang mit Parkinson-Patienten ist eine große Herausforderung und verlangt viel Fingerspitzengefühl, denn schon kleine Gesten und Aussagen können den Betroffenen empfindlich kränken. Am besten alle Fünf gerade sein lassen, Prioritäten setzen und den Perfektionismus in die Schranken weisen.

Besonders wichtig ist es, den Erkrankten nur anzuleiten, nicht zu belehren oder gar zu bevormunden. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! Einige machen den Fehler, dass sie ständig maßregeln. Auch Instruktionen wie „Lauf doch gerade!“ bringen dem Patienten nichts. Besser sind ganz klare exakte Tipps wie „Nase hoch, Knie durchstrecken oder groß machen“.

Der Patient sollte aber auch nicht allzu sehr geschont werden. Wird dem Erkrankten zu viel abgenommen, fühlt er sich schnell minderwertig und übernimmt schlimmstenfalls überhaupt keine Aufgaben mehr, obwohl er dazu in der Lage wäre. Am besten den Patienten selbst entscheiden lassen. Also, die Selbständigkeit so lange wie möglich erhalten und nur helfen oder Arbeiten abnehmen, wenn ausdrücklich darum gebeten wird. Ein nicht einfacher Lernprozess für alle!

Jeder geht anders mit der Diagnose Parkinson um. Das sollte man auf jeden Fall akzeptieren. Deshalb, offen über die Erkrankung reden, aber nicht ständig thematisieren. Angehörige sollten auf jeden Fall ihre eigenen Interessen weiterverfolgen – und zwar ohne schlechtes Gewissen.

Hilfreich für Betroffene und Angehörige: Eine erfüllende Tätigkeit suchen und die Gedanken auf etwas Erfreuliches lenken, es funktioniert. Das ist wissenschaftlich erwiesen!

2022-09-18 Canty


Auch wenn man in einer Partnerschaft über alles reden kann, sobald Parkinson im Spiel ist, ist plötzlich Vieles anders. Eine wichtige Informationsquelle kann, neben dem Gespräch mit dem Neurologen, auch der Austausch mit Menschen sein, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Genau diese persönliche Unterstützung bieten Selbsthilfegruppen.
Diagnose Parkinson. Viele Angehörige fühlen sich hilflos, wenn die Krankheit fortschreitet und sich der geliebte Mensch verändert.

Aber, die Krankheit schreitet in den meisten Fällen recht langsam voran. Jeder Krankheitsverlauf ist etwas anders. Partner und Familienangehörige haben Zeit, sich den Veränderungen anzupassen. „Parkinson schreitet langsam fort, da ist es nicht notwendig, sich schon am Anfang genau auszumalen, wie es dem Patienten in zehn Jahren gehen könnte.“

Unterstützen sie die Selbstständigkeit des Patienten. Helfen sie ihm nur, wenn er darum bittet.

Versetzen sie sich in die Lage des Betroffenen, versuchen sie sein Denken und Handeln zu verstehen. Reden sie miteinander. Nur so können sie Wünsche und Bedürfnisse des jeweiligen anderen erkennen und akzeptieren. Versuchen sie ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten. Gönnen sie sich Auszeiten.

Achtung, wichtige Hinweise! Der Besuch unserer Webseiten ersetzt in keiner Weise den Besuch bei einem Arzt oder Juristen. ParkiPedia ist kein wissenschaftliches, medizinisches oder rechtswissenschaftliches Werk, sondern speist sich aus dem Erfahrungswissen von Betroffenen.

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11-angehoerige.txt · Zuletzt geändert: 2022/10/25 von como