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Hauptsymptome - motorische Symptome

(Kardinalsymptome)

Akinese - Bewegungsarmut (griechisch a = ohne, fehlend und kinesis = Bewegung)

Unter dem Begriff Akinese versteht man das völlige Fehlen willkürlicher und unwillkürlicher Bewegungen. Dies beschreibt Parkinson als Bewegungsstörung nur zum Teil.

Daher spricht man auch von Bradykinese (brady = langsam) oder Hypokinese (hypo = unter, darunter), wenn es um verlangsamte oder verminderte Körperbewegungen geht.


Rigor - erhöhte Muskelspannung (lateinisch = Steifigkeit)

Damit bezeichnet man einen anhaltend gesteigerten Spannungszustand der Muskulatur. Dieser ist meist auf einer Körperseite stärker ausgeprägt.

Der Rigor ist an der typischen Haltung eines Parkinson-Patienten beteiligt:

leicht angebeugte Arme und Beine, nach vorn gezogene Schultern, vornüber gebeugter Kopf und Rumpf, die auch leicht zur Seite abweichen können.





Tremor - Zittern (lateinisch = Zittern)

Bei Parkinsonpatienten tritt der Tremor meist als ein- oder beidseitiger Ruhetremor an den Händen in Erscheinung, seltener an den Beinen, an Kopf oder Unterkiefer.

Er zeigt sich bei einer entspannten Haltung (z.B. sind die Hände in den Schoß gelegt), klingt aber bei einer bewusst ausgeführten Bewegung (z.B. Greifen nach einem Gegenstand) ab.

Das Zittern ist im allgemeinen das bekannteste der Hauptsymptome von Parkinson. Tatsächlich aber zittert nicht jeder von Parkinson Betroffene (siehe auch unter Parkinson-Typen).







Gleichgewichtsstörungen

Im Verlauf der Parkinsonerkrankung können viele Betroffene das Gleichgewicht schlechter halten. Selbst kleinere Stöße gegen den Körper können nicht mehr richtig abgefangen werden.

Zusätzliche Sturzgefahr besteht, wenn die Betroffenen während des Gehens abgelenkt sind.


Wie es sich anfühlt


Parkinson-Erkrankte spüren dies oft als erstes beim Zähneputzen, Knöpfeschließen, Schraubenzieher drehen - eben bei den eher die feinen Tätigkeiten.

Schwierig sind auch unwillkürliche Handlungen wie Aufstehen vom Stuhl, Loslaufen, also der Start in eine Bewegung.

"Kleben" die Füße regelrecht am Boden fest, spricht man von Freezing (einfrieren). Dies kann auch beim Gehen passieren, aus einem normalen Tempo immer langsamer werdend.

Engpässe - gerade noch flott unterwegs, stellt eine Tür oder ein schmaler Gang plötzlich ein Hindernis dar. "Hier passt Du nicht durch."

Als Betroffene/r empfindet man die Langsamkeit oft als größte Behinderung. Rieke bezeichnete es einmal als "Leben in Aspik".

Angehörige empfinden ihren Partner vielleicht als teilnamsloser als früher. Eine erstarrte Mimik behindert die Widerspiegelung von Gefühlsregungen im Gesichtsausdruck.



Der Rigor kann als Taubheit oder Steifigkeit empfunden werden. Er kann auch Schmerzen verursachen, z.B. im Rücken.

Im Zusammenhang mit derm Rigor können auch Krämpfe auftreten. Die Füße können sich nach innen drehen, was leicht zu Stolperm führt oder dem Sturz über die berühmte Teppichkante.

Mensch stelle sich vor, er/sie müsste einen Arm anspannen und dürfte die Spannung nicht abbauen, wenn Mensch den Arm sinken lassen möchte.

Oder aber Mensch ist beim Hanteltraining in der Fitnessbude und nach den absolvierten Übungen "trainiert" der Arm einfach weiter. So kann sich der Rigor z.B. in der Phase der Überbewegungen anfühlen.



Egal ob Freude, Angst oder Erschrecken - Gefühle sind für Parkis purer Stress.

Gerade noch war man wunderbar entspannt und die Ruhe in Person. Kaum passiert etwas unerwartetes, wandelt man sich in einen Zappelphillip.

In Extremsituationen ist der Tremor kaum noch beherrschbar und kann mit einem starken Schwächegefühl im ganzen Körper einhergehen. Er kann dem Betroffenen sogar die selbständige Nahrungsaufnahme unmöglich machen.


Es kann schon schwierig werden, sich zu unterhalten und gleichzeitig das Taschentuch aus der Tasche zu fingern.

Eines davon genügt unter Umständen bereits, um einen aus dem Gleichgewicht zu bringen, wenn man sich nicht auf das Gehen konzentriert.