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Reiki

Geplagt von Rückenschmerzen, die ich aber einfach nicht in den Griff bekam und aufgrund derer schon eine Odyssee von Arztbesuchen und Behandlungsmethoden hinter mir lagen, begab ich mich in die Hände einer Reiki-Meisterin.

Hätte mir vor wenigen Monaten jemand diese Behandlungsform ans Herz gelegt, ich hätte dankend abgelehnt und sie als Scharlatanerie oder nicht ernst zu nehmende Magie abgetan, die einzig und allein darauf bedacht ist, den Patienten zu linken. ihn um den Finger zu wickeln und ihm das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Aber wie lautet ein altes Sprichwort? „In der Not frisst der Bauer Fliegen.“ Die unerträglichen Schmerzen führten dazu, dass ich die Vorurteile und Pauschalierungen gegenüber der Reiki-Methode über Bord warf und zu dem Entschluss kam, Reiki zu versuchen: „Vielleicht kann Reiki ja doch helfen!? Vielleicht bleibt diese Methode doch nicht ohne Wirkung!? Wenn es Patienten gibt, denen Reiki geholfen hat, wieso sollte es bei mir ohne Erfolg bleiben?“

Vor Beginn der der Behandlung konzentrierte sich die Reiki-Meisterin auf ihre „Kunst“ bzw. ihr „Können“, indem sie mit geschlossenen Augen einige Minuten in einer Art Gebetshaltung verharrte – ihre Arme streckte sie nach oben und hielt ihre Hände hoch. Einen Moment lang fühlte ich mich in meinen Vorbehalten gegenüber der Reiki-Methode bestätigt……Doch jetzt gab es kein Zurück mehr! Nach dieser Phase der Konzentration „legte sie mir dann in aller Ruhe ihre Hände auf“, ohne mich dabei direkt zu berühren.

Schon nach kurzer Zeit spürte ich eine erstaunliche Wärme, die von der Hand der Reiki-Meisterin ausging. Dieses Wärmeempfinden war unterschiedlich stark an verschiedenen Körperteilen zu bemerken. An manchen Stellen, z. B. an meinen Händen traten neben dieser Wärme gleichzeitig undefinierbare Reaktionen auf, die einer Bewegung, einem Pulsieren innerhalb der erwärmten Körperstellen glichen, ohne dass die Hände der Meisterin die meinigen berührt hätten. Wir beide spürten gleichzeitig dieses „Arbeiten“ in meinen Händen. Genau dort, wo gerade die Wärme (durch Handauflegung) erzeugt wurde, sind aufgrund einer Arthrose bedingte Knötchenbildungen an den Gelenken, die zu Verkrümmungen der Finger geführt haben.

Ähnliche Reaktionen erlebte ich während der Behandlung meiner Lendenwirbelsäule, die durch eine Spinalkanalstenose (Verengung des Nervenkanals), durch Bandscheibenvorfälle und hochgradige Verschleißerscheinungen stark geschädigt ist und oft von heftigen Schmerzen geplagt ist. Während der 1 -1 ½ - stündigen Reiki-Behandlung erwärmte sich die Gegend um die LWS so sehr, dass man glaubte, mit der bloßen Hand ein Ei kochen bzw. garen zu können. An dieser Körperstelle (der LWS) mussten wir die Behandlung unterbrechen, weil mir die Wärmeausstrahlung unangenehm, d. h. zu heiß wurde.

Während der Anwendung der Reiki-Methode war ich entspannt und fühlte mich wohl, ein Empfinden, das noch über einige Zeit anhielt.

Ich bin positiv überrascht von dieser Wirkung der Reiki-Methode, die lediglich fünfmal vollzogen wurde und die nicht den Anspruch erhebt, Krankheiten heilen zu können, aber doch ein Weg zu sein scheint, vorhandene „Störungen“ positiv zu beeinflussen bzw. ein zeitweiliges, vielleicht sogar länger anhaltendes Wohlfühlen erzeugt.

Reiki bringt durch Handauflegung (eine Berührung des Patienten muss nicht stattfinden) bewusst Energie zum Fließen, erzeugt eine Tiefenwärme und vermag es, Selbstheilungskräfte freizusetzen. Energetische Blockaden können gelöst werden, so dass eine Schmerzreduktion möglich wird.

Die Anwendung der Reiki-Methode verschaffte mir deutlich Erleichterung bezogen auf meine Rückenschmerzen und sorgte zumindest vorübergehend für eine Besserung meines Gesundheitszustandes. Ich konnte mich wieder entspannen und Momente der Behaglichkeit spüren.

Autor B.