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Gründung einer regionalen Selbsthilfegruppe

Sich über das WorldWideWeb auszutauschen ist eine gute, spannende Angelegenheit, es überwindet viele hundert Kilometer mit Leichtigkeit und doch - manchmal reicht es einfach nicht, um das zu ersetzen, was auch wichtig ist in dem Bemühen, mit seiner Erkrankung "fertig" zu werden: die nahe, körperlich spürbare Unterstützung durch Menschen, die Ähnliches erleben und ertragen müssen und deren Mitgefühl und Solidarität zu sehen und direkt zu spüren ist.
Deshalb wohl sprießen auch trotz PAoL-Gemeinschaftsgefühl immer mehr regionale Selbsthilfegruppen aus dem Boden.

Meist tragen ein bis zwei oder drei aus einer Gegend diese Idee eines regelmäßigen regionalen Treffens schon ein Weilchen mit sich herum, bis es Zeit wird, Nägel mit Köpfen zu machen. Dann werden Texte entworfen, die auf die Idee aufmerksam machen, Flyer gebastelt, Räumlichkeiten gesucht und Informationsverbreiter wie Zeitungen, Gemeindeblättchen, Geschäfte, Apotheken, Praxen von Physio-Logo- oder Ergotherapeuten, HausärztInnen und NeurologInnen aufgesucht und die Flyer dort ausgelegt.
Dann kommt der mit viel Hoffnung erwartete erste Termin und nicht selten werden die Erwartungen, was die Anzahl der Neugierigen angeht, weit übertroffen.
In ersten Vorstellungsrunden tauscht mensch Namen, Spitznamen und Hintergrundinfos aus, "vernetzt" sich, wie es so schön heißt und dem Austausch über Gott und die Welt sind keine Grenzen mehr gesetzt.
Will mensch mehr Info von außen, wird mensch sich sicher schnell einig, ReferentInnen zu den unterschiedlichsten, in der Regel parki-relevanten Themen einzuladen und von deren Wissen zu profitieren.

Wer in der Nähe einer größeren Stadt wohnt, kann sich und seine Selbsthilfegruppe (SHG) meistens beim für den Kreis zuständigen Selbsthilfebüro melden. Denn die MitarbeiterInnen eines solchen Büros werden oft als erste von Hilfesuchenden befragt und können dann weiter vermitteln. In einem Selbsthilfebüro erhält mensch dann auch Möglichkeiten zur Weiterbildung und Unterstützung bei der Antragstellung, um finanzielle Hilfen zur Verwirklichung von Selbsthilfe-Projekten abzugreifen.