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Umgang mit Medikamenten

Grundsätze

a) Infos

Grundsätzlich ist wichtig, sich vielfältig über die Medis zuinformieren, die mensch einnehmen soll. Dabei ist es sinnvoll, sich nicht auf eine Quelle zu verlassen.
Infos über Medis kann der Arzt/die Ärztin geben, der/die sie verschreibt, aber auch andere ÄrztInnen, der den Medikamenten beiliegende Beipackzettel, der/die ApothekerIn, das Internet und andere NutzerInnen der gleichen Medikamente.
Bei sich widersprechenden Informationen wird es interessant. Das sollte dazu führen, umso intensiver zu recherchieren, um für die Zukunft zu wissen, wer oder wo eine verlässliche Infoquelle ist.

b) Zeit

Es ist bei vielen Medikamenten, besonders wenn sie dauerhaft genommen werden sollen, sinnvoll, sie mit viel Zeit einzuschleichen, damit mensch besser entscheiden kann, welche Erhaltungsdosis für den eigenen Körper die einerseits wirkungsvollste und andererseits verträglichste ist. Hat mensch dies heraus gefunden, kann es aber trotzdem sein, dass immer wieder angepasst werden muss, da sich der Stoffwechsel des Körpers an sich verändernde Rahmenbedingungen (fortschreitende Krankheit genauso wie Zugabe von Medis) ebenfalls anpasst und dies Auswirkungen hat.
Solche Erkenntnisse machen es fragwürdig, zum "Einstellen der Medikation", speziell auch bei Morbus Parkinson, in eine sogenannte "Fachklinik" zu gehen, da sie aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht die Zeit haben, langsam einzuschleichen und individuelle Dosierungen heraus zu finden. Für besser halte ich eine ambulante Einstellung oder eine Einstellung per Video-Kontrolle.

c) nacheinander

Es sollte immer nur ein Medikament verändert werden, und zwar sowohl beim Einschleichen als auch beim wieder Wegnehmen. Nur so kann definitive Aussagen über die Wirkungsweise, die Dosis, den Sinn der Gabe oder auch der Wechselwirkung mit anderen Medis getroffen werden.

d) flankierende Maßnahmen

Ein Körper, der Medikamente nehmen muss, kann jede Unterstützung gebrauchen, die er kriegen kann. Unterstützung ist es für ihn, wenn ihm viel Flüssigkeit in Form von Wasser (kalt und heiß) und Kräuter- und Früchtetees zugeführt wird, da somit seine Entgiftungsorgane in entscheidender Weise gestärkt werden. Auch das, was wir essen, sollte wohlbedacht werden, da wir je nach Auswahl unseren Körper zusätzlich belasten oder aber eklatant entlasten können. Speziell bei Parkinson mehren sich die Stimmen, die die Aufnahme tierischer Eiweise für belastender und die Aufnahme rein pflanzlicher Eiweise für sinnvoller halten. Dass eine ballaststoffreiche, zuckerarme und alkoholgemäßigte Ernährung eher besser ist, dürfte allgemein bekannt sein. Da auch Lebensfreude nicht unerhebliche positive Auswirkungen auf das Fortschreiten unserer Erkrankung hat, und Genuss als Lebensfreude steigernd angesehen wird, ist hier wohl oder übel der schwierige, aber sinnvolle "Mittelweg" auszuloten.
Jede zusätzliche Erkrankung oder Belastung kann durch den Parkinson oder der Parkinson durch sie verstärkt werden. Dies sollte dazu führen, Veränderbares wie Übergewicht, erworbene Diabetes und Ähnliches konsequent anzugehen. Unter anderem regelmäßige sportliche Betätigungen sind deshalb nicht hoch genug positiv einzuschätzen.

von Watsi