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Radfahren mit Parkinson

verbessert das Gleichgewicht, lockert und kräftigt die Muskulatur. Es fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Bevor man sich mit „Parkinson im Gepäck" auf ein Rad setzt und damit fahren will, sollte man folgendes beachten:

  • unbedingt einen Helm auf dem Kopf tragen, die Sturzgefahr ist mit Parkinson erhöht
  • prüfen, ob einem das Fahren mit dem Rad überhaupt (noch) gelingt, gerade wenn man lange nicht gefahren ist oder Parkinson bereits fortgeschrittener ist
  • ist das Gleichgewicht bereits stark beeinträchtigt, lieber auf Experimente verzichten
  • ist man schon in "gesunden Zeiten“ öfters Rad gefahren, erinnert sich der Körper an die Bewegungsmuster
  • üben wo viel Platz ist, z.B, auf einem Supermarkt-Parkplatz, wenn dort nichts los ist (Sonntag)
  • die größten Probleme haben viele mit dem Anfahren und Halten, wegen des Gleichgewichtes
  • anfahren aus dem Stand üben (ein Bein sicher am Boden, das andere auf der Pedale und los…)
  • das sichere Anhalten: Abbremsen, bis zum Stillstand, sicheres Aufsetzen eines Fußes auf dem Boden
  • wenn das gut klappt, übt man Kreise und Kurven zu fahren, Hindernisse zu umfahren oder ausweichen
  • Gefahren-Bremsung (Vollbremsung) üben, falls einem mal plötzlich jemand vor das Rad läuft. Wichtig: die Vorderradbremse kann hier zum Sturz führen. Mit der Rücktrittbremse zuerst den stärksten Schwung herausnehmen. Erst dann die vordere Bremse mit einsetzen!
  • im Straßenverkehr: nach Möglichkeit Radwege bzw. ruhigere Straßen benutzen, wenn erlaubt, auch durch Grünanlagen, Parks o.ä. düsen
  • die Tour so stressfrei wie möglich gestalten, mit kürzeren Touren beginnen
  • prüfe Deine Kondition und beurteile sie realistisch. Weniger ist oft mehr.
  • bei längeren Touren unbedingt viel trinken! Stets Mineralwasser oder so dabei haben, und es auch trinken!