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Bewegung mit Parkinson

Sport kann die medikamentöse Therapie sinnvoll ergänzen. Die Symptome von Parkinson können länger in Schach gehalten werden. Sport ist dabei kein Allheilmittel, schafft aber die physische Grundlage für ein selbst bestimmtes Leben.

Studien aus den vergangenen 15 Jahren belegen, dass ein gezieltes Bewegungsprogramm viele Symptome der Parkinsonerkrankung beeinflusst:

Viele Parkinson-Patienten befürchten, dass körperliche bzw. sportliche Betätigung ihren Zustand verschlechtern könnte. Diese Sorge ist nicht nur unbegründet, in aller Regel ist das Gegenteil der Fall.

Gerade wenn ein Defekt im Gleichgewichtssystem vorliegt, ist es sinnvoll, die anderen Sensoren wie z. B. Beine und Muskeln zu stärken, um die Gleichgewichtsstörungen besser abfangen und ausgleichen zu können.

Ein völlig versteifter und unbeweglicher Bewegungsapparat kann da nicht leisten, der Betroffene neigt schneller zu Stürzen und ist gesamt gesehen viel unsicherer.

Parkinson-Kranke spüren ihr Leiden oft in Ruhe weniger als bei Bewegung. Sie tendieren deshalb dazu, sich übermäßig zu schonen. Dadurch verstärken sich aber manche Probleme unnötig (weiterer Muskelschwund, mangelndes Herz-Kreislauf-Training, die Gefahr einer Lungenentzündung ist gegeben).

Lasst euch nicht zu übermäßiger Schonung verleiten. Bittet de Hausarzt oder Neurologen um eine sportmedizinische Untersuchung und Beratung. Er sollte auch die Kreislaufregulation überprüfen. Denn Parkinson-Kranke neigen zu Blutdruckabfällen (etwa beim Aufstehen oder nach Mahlzeiten).

Grundsätzlich sollte jeder Parkinsonerkrankte versuchen regelmäßig Sport durchzuführen, um sich immer wieder zu fordern und zu trainieren. Dies können z. B. schon Spaziergänge sein, wenn nötig auch mit Begleitung oder Gehhilfe.

Viele Parkinson-Betroffene machten die Erfahrung, dass es ihnen im Wasser erstaunlich gut geht.

Normale Gymnastik ist für viele Betroffene ziemlich gut machbar. Nordic Walking ist ebenfalls beliebt. Aber selbst ein kleiner Spaziergang tut Körper und Seele gut.

Sport, Bewegung generell wirkt sich nicht nur auf den ganzen Körper positiv aus, sondern auch auf die Psyche.

Auch mir hat der Sport viel geholfen, die Krankheit zu bewältigen. Ich konnte das, was ich am liebsten tat, plötzlich nach der Diagnosestellung mit den geeigneten Medikamenten wieder tun.

Als ich dann merkte, wie gut es mir hinterher ging, (wenn ich mich nicht voll ausgepowert habe) war ich überzeugt davon das richtige getan zu haben.

Auch Wassergymnastik tut gut. Das warme Wasser ist sehr hilfreich bei Muskelverspannungen und es können mit wenig Kraftaufwand viele Übungen gemacht werden.

Autor G.