Kinder fragen
Wann ist der richtige Zeitpunkt, es den Kindern zu sagen? Und wie?
Der richtige Zeitpunkt hängt vom Alter der Kinder ab. Natürlich wollen wir unsere Kinder vor den psychischen Belastungen schützen. Aber Bilder, die sich Kinder selbst ausmalen, wenn sie merken, dass etwas nicht stimmt, sind viel schlimmer. Psychologen raten, über die Krankheit offen und altersgerecht zu sprechen.
Aber was ist altersgerecht? Wie erkläre ich einem Kindergartenkind die Folgen der Diagnose Parkinson? Auf keinen Fall alles bis ins Detail schildern. Aber was man sagt, sollte der Wahrheit entsprechen. Z.B. Mama oder Papa hat ein Aua. Hilfreich kann z.B. eine Zeichnung sein, um zu zeigen, wo es weh tut.
Welche Informationen, sollten überhaupt vermittelt werden? Die Krankheit heißt Parkinson und ist nicht ansteckend. Die Ärzte tun alles, damit es Mama oder Papa besser geht. Und man sollte erklären, was sich in der Familie und im Alltag verändern wird, aber auch, was gleich- bleibt.
Wichtig ist, wie über die Krankheit gesprochen wird. Hilfreich ist es, besonders für jüngere Kinder, wenn sie wissen, dass die Krankheit von Mama oder Papa nicht ansteckend ist. Wie viel an Informationen zu viel oder zu wenig ist, ist gar nicht einfach zu sagen. Normalerweise fragen Kinder nach, wenn sie etwas genauer oder mehr wissen wollen.
Wenn ein Kind die Gesprächssituation verlässt, ist das oft ein Zeichen, dass der Informationsbedarf gedeckt ist.
Jugendliche wissen häufig schon mehr. Können aber nicht beurteilen, welche Informationen im Netz tatsächlich gültig sind. Hier sollte die Internet-Recherche durch gezielte Informationen ergänzt werden.
Meine Söhne wollten als Erstes wissen, ob Parkinson vererbbar wäre. Ein Gentest verschaffte Klarheit. Ein positives Ergebnis hätte für alle sehr belastend sein können. Der Gentest gibt allerdings keine Auskunft darüber, ob die Parkinson-Erkrankung tatsächlich ausbricht.
Canty 07.2023
noch ein paar Hinweise
Es ist wichtig, Informationen über Parkinson auf eine Weise zu vermitteln, die dem Alter und der emotionalen Reife des Kindes angemessen ist. Hier sind einige Schritte, die dir dabei helfen können:
Einfache Sprache verwenden: Verwende einfache Worte und Sätze, die das Kind leicht verstehen kann.
Konkrete Beispiele: Verwende Beispiele, die das Kind kennt, um den Effekt von Parkinson zu erklären. Zum Beispiel könntest du sagen: „Stell dir vor, deine Hand zittert ein bisschen, wenn du versuchst, etwas zu malen.“
Fragen beantworten: Lass das Kind Fragen stellen und beantworte sie ehrlich. Verwende klare und einfache Antworten.
Zeitpunkt wählen: Wähle einen ruhigen Moment, um mit dem Kind über Parkinson zu sprechen, und stelle sicher, dass du genug Zeit hast, um alle Fragen zu beantworten.
Gefühle ansprechen: Erkläre, dass Menschen mit Parkinson manchmal frustriert oder traurig sein können, weil sie Dinge vielleicht nicht so gut machen können wie früher. Aber Ärzte und Familien helfen ihnen dabei.
Unterstützung betonen: Betone, dass Menschen mit Parkinson von Ärzten und ihren Lieben unterstützt werden, um sicherzustellen, dass sie sich trotz der Krankheit gut fühlen.
Bücher oder Ressourcen verwenden: Es gibt einige Kinderbücher und Ressourcen über Parkinson, die einfache und kindgerechte Erklärungen bieten können.
Denke daran, auf die Reaktion des Kindes zu achten und das Gespräch in seinem Tempo zu führen. Es ist in Ordnung, wenn das Kind mehrere Gespräche braucht, um die Informationen zu verstehen.
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| Nr | Beitrag Auszugstext |
|---|---|
| 01 | Genetik/Vorbelastung bei Kindern |
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