Geschichten die Mut machen (sollen)


Menschen, die scheinbar alles schaffen und ihre Krankheit heldenhaft „überwinden“. Solche Geschichten sind bei den Medien beliebt, denn sie schaffen Sensation. Mit dem Alltagsleben betroffener Menschen haben sie jedoch oft wenig zu tun. Deshalb immer kritisch hinterfragen.

Wir veröffentlichen hier nur Geschichten von unseren Mitgliedern.

☆ [ Marita ] Sie hat immer unaufgeregt ihre Arbeit gemacht

2016, vor sechs Jahren, übernahm sie als Kassenwartin die Finanzen von PAoL. Sie hat fünf Jahre ruhig und unaufgeregt ihre Arbeit gemacht, und die war nicht wenig. Auf sie war immer Verlass und die Zusammenarbeit mit ihr hat viel Spaß gemacht. Die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Freundlichkeit, ihre ruhige Art gepaart mit schwäbischem Charme, konnten nur wenige widerstehen. Die Aktivitäten, die wir gemeinsam für PAoL unternommen haben, machten wir meistens voller Freude an der gemeinsamen Arbeit. Im Laufe der Jahre, die letzten drei als geschäftsführender Vorstand , wurden wir bald ein eingespieltes Team. Jeder konnte sich auf den anderen verlassen. Helden die uns Mut machen Marita trat nicht sehr viel in den Vordergrund. Aber es kam schon mal vor, dass sie sehr klar und deutlich ein Machtwort sprach …benehmt euch oder seid woanders blöd…..kommt mir immer im Sinn, wenn es Streitigkeiten im Forum gibt. Zum Glück ist das seltener geworden. Sie hat ganz viel für den Verein getan und so wie sie gekommen ist, ist sie auch wieder gegangen – ganz unauffällig und unspektakulär. Sie hat eine Buchführung und Kontostand hinterlassen, die sehr gut und wertvoll für die Nachfolger waren und noch sein werden. DANKE Marita!

Hier noch zwei Kommentare aus dem Forum: Ich hatte bisher, bevor ich dich kennenlernte, nie den Eindruck, dass Papierkram, Buchführung und Behördengänge eine sympathische Komponente haben könnte. (Flocke)

Ich habe schon einige „Geschäftsberichte“ gesehen und auch schon einige Berichte von Kassenwarten/Innen. Aber solch einen ausführlichen und noch dazu schönen, habe ich nicht gesehen. Da steckt ja wohl mächtig viel Arbeit drin und viel Sachverstand auch! Danke - für eure / deine tolle Arbeit, die in diesem Ehrenamt steckt. (Miri) Ruth 07.2022

☆ [ Ruth ] Immer erreichbar, ansprechbar und zuverlässig

immer freundlich und hilfsbereit. Vor allem ist sie sehr kompetent! Sie hat Humor, ist immer sachlich, dabei immer freundlich und verbindlich…. usw. usw.
Miri11 Juli 2022
Für mich war sie immer ein Fels in der Brandung. Ruth findet immer einen Ausweg. Sie ist liebenswürdig, humorvoll und lacht gerne. Mit ihr ist das Arbeiten sehr angenehm.
Gisi Juli 2022

☆ [ Gisi ] „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ (Erich  Kästner).

Meine erste Reaktion auf die Diagnose Parkinson war der Ausruf: „So alt bin ich doch noch gar nicht!“ Nach und nach las und arbeitete ich mich in das Krankheitsbild und die Symptomatik ein und war entsetzt. Unheilbar, Endstadium, austherapiert, Rollstuhl, Demenz waren die Worte, die mir immer wieder begegneten. Selbst befände ich mich im „Honeymoon“: ein Wort, das ich als regelrecht zynisch empfand. Zunehmend geriet ich Endzeitstimmung und wurde immer deprimierter. Da stieß ich zufällig im Internet auf Gisis Homepage. Mit 36 Jahren war sie bei ihrer Diagnose um Vieles jünger als ich. Als ich sie „elektronisch“ kennenlernte, hatte sie Parkinson bereits an die 20 Jahre als ständigen Begleiter im Gepäck. Doch von dem Tag an, als ich sie das erste Mal online erlebte, war sie nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um anderen Parkins zu helfen, ihnen zuzuhören, etwas zu organisieren, die neuesten Informationen in unserem Forum zu posten und Aufklärungsarbeit zu leisten für die Vielen, die – so wie vormals auch ich keine Ahnung von unserer Krankheit hatten. Ob es ihr dabei selber schlecht ging oder sie Schmerzen hatte, wurde nie zum Thema.
Vielleicht wissen es einige unsere neuen Mitglieder oder Nutzer nicht:.
Gisi gehört zu den Gründungsmitgliedern von Paol. Ohne sie gäbe es dieses Forum vielleicht gar nicht. Und einiges andere bestimmt auch nicht: Sie gründete und leitete eine Selbsthilfegrippe in Hessen, die kürzlich ihr 20jähriges Jubiläum hatte. (Die –selbstredend von Gisi-organisierte – Feier, zu der sich viele Paolis angemeldet hatten, musste leider coronabedingt verschoben werden). 12 Jahre lang moderierte sie zudem eine Radiosendung mit toller Musik, aktuellen Informationen und Tipps sowie Interviews und Grußworten: Gerichtet an die, denen es vielleicht gerade nicht so gut ging – oder an die, die Geburtstag hatten oder heirateten oder….

Für ihr Engagement und ihre Aufklärungsarbeit wurde Gisi mehrfach ausgezeichnet, 2008 sogar mit dem Bundesverdienstkreuz. Sie sei, so hieß es in der Laudatio, Vorbild und Motivation für viele Erkrankte.

Von Gisi habe ich gelernt: Es ist nicht einfach, bereitet Arbeit und strengt oft an. Doch trotz Parkinson kann man noch lange aktiv sein und etwas bewegen. Und das Leben kann zumindest ab und zu, vielleicht sogar auch öfter, trotzdem noch schön sein.

Danke Gisi: Für alles, was du für Parkins und Paolis getan hast.

(ricca im Juni 2022)

☆ [ Engel ] Kathrin Wersing interviewt Engel.

Podcast Folge 12.

☆ [ Stromboli ] Dies ist vermutlich die kürzeste Heldengeschichte.

Stromboli, der damals noch Gonzo hieß, hat einmal husche vier Stunden lang geholfen ihr Auto zu suchen, das sie irgendwo in der Kölner Altstadt geparkt und nicht wiedergefunden hatte. Das passierte schon vor mindestens 15 Jahren. Dennoch: Stundenlang solidarisch mit herum zu irren - das finde ich heldenhaft!! Auch heute noch, sonst wär es mir nicht spontan eingefallen. Bella

☆ Heldinnen und Helden der ersten Stunde. Die Vereinsgründer

Am 1. Dezember 2001 war es so weit - Zwölf Leute trafen sich in Florstadt und gründeten den Verein „PARKINSonLINE e.V.“. An dieser Stelle Danke an unsere Gründungsmitglieder: ALBA DANY GISI HUBERT HOTHI JOAN KASINA NENA PAUL RIEKE FINI TREES


In Erinnerung an den Ideengeber von ParkiPedia ✝ 19.08.2026 WeissenPeter

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ParkiPedia ist kein wissenschaftliches, medizinisches oder rechtswissenschaftliches Fachwerk. Unsere Inhalte leben vom Erfahrungsaustausch: Sie werden überwiegend von Betroffenen und Angehörigen verfasst, die ihre persönlichen Erlebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen teilen möchten.

Diese Erfahrungsberichte können Mut machen, Orientierung bieten und helfen, verschiedene Sichtweisen kennenzulernen. Gleichzeitig spiegeln sie immer die persönliche Erfahrung der jeweiligen Autorin oder des jeweiligen Autors wider. Da die Verfasserinnen und Verfasser in der Regel keine medizinischen oder juristischen Fachleute sind, sollten die Inhalte stets mit einer gewissen Offenheit und kritischen Einordnung gelesen werden.

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✔cm

frag Paoli