Das sogenannte „Maskengesicht“ (medizinisch: Hypomimie) ist ein häufiges Symptom der Parkinson-Krankheit. Es beschreibt die verminderte Mimik im Gesicht, wodurch Betroffene oft ausdruckslos, traurig oder teilnahmslos wirken – selbst wenn sie sich ganz anders fühlen.

„Canty, gehst du pokern?“, fragt mich ein enger Freund und fügt hinzu: „Für das perfekte Pokerface musst du aber schon noch etwas üben.“ Da muss ich lachen. Gleichzeitig frage ich mich aber, ob mein Gesicht tatsächlich so regungs- und emotionslos wirkt.

Beim Pokerspiel, mag der Verzicht auf jegliche Mimik ja ein wunderbares Spielelement darstellen. Aber im Alltag sieht das anders aus: 85 % der Kommunikation bestehen aus Körpersprache bzw. lebendiger Mimik.

Parkinson verändert den emotionalen Ausdruck und schränkt den Gesichtsausdruck ein. Und schon gilt man als teilnahmslos oder mürrisch.

Nicht selten entsteht sogar der Eindruck, man habe schlechte Laune oder sei etwas „schwer von Begriff“, weil im Gesicht keine angemessene Reaktion erkennbar ist. Es ist sogar erwiesen, dass man dann letztendlich nicht mehr angesprochen wird!

Aber was tun, um wieder Regie zu führen im Theater des Lebens? Mimik üben, Grimassen ziehen und vor allem häufig lachen, um die Gesichtsmuskeln zu aktivieren und so eine Verbesserung der Kommunikation mit dem sozialen Umfeld zu ermöglichen. Also: Pokerface und Miesepeter raus – Unbekümmertheit und Fröhlichkeit rein!

Und üben, üben, üben!

Der Glücksforscher David Myers weiß: „Lächeln verändert unsere Stimmung. Dabei ist es egal ob es sich um ein echtes Lächeln handelt, oder nicht.“

Wenn du jemandem ohne Lächeln begegnest, dann schenk ihm dein Lächeln. Das Ganze kostet nur zwei hochgezogene Mundwinkel. Das Leben ist viel zu kurz für ein langes Gesicht.

Ich schenke dir mein Lächeln, und wenn du es nicht mehr benötigst, dann gib es mir zurück.

Canty

10.3.2022

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Kurzfassung

Gesichtsausdrücke sind komplexe Signale, die nur wenige Minuten andauern und wichtig sind, um Absichten, Motivation und emotionale Zustände zu kommunizieren. Beim Menschen verändern verschiedene neurologische und psychiatrische Erkrankungen die Fähigkeit, Gesichtssignale zu nutzen. Eines der Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit (PD) ist die verminderte Mimik, auch bekannt als „Maskengesicht“, was den ausdruckslosen Gesichtsausdruck von Betroffenen beschreibt.

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frag Paoli