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Erste Anzeichen

Motorische Störungen treten erst im mittleren Stadium der Parkinson-Erkrankung auf.

Auffällig sind meist motorische Symptome (auch Hauptsymptome) wie

  • eine Hand zittert, obwohl sie entspannt aufliegt (Ruhetremor)
  • beim Gehen ist ein Arm angewinkelt und/oder schlenkert nicht mit
  • die Körperhaltung ist vornüber gebeugt
  • der Gang ist schlurfend und /oder kleinschrittig
  • ein Bein wird nachgezogen
  • Stolper- bzw. Sturzneigung besteht
  • die motorischen Auffälligkeiten sind einseitig (rechts oder links) betont

Wenn sich die ersten motorischen Symptome bemerkbar machen, sind bereits über 60% der dopaminproduzierenden Zellen untergegangen. Doch bereits lange bevor es zu Einschränkungen in der Beweglichkeit kommt, können andere Anzeichen auf ein beginnendes Parkinsonsyndrom hinweisen.

Nicht-motorischen Symptome

  • vermindertes Riechvermögen,
  • Sehstörungen,
  • Veränderungen des Schriftbildes (kleiner, unleserlich),
  • bestimmte Schlafstörungen (z.B. Durchschlafstörungen),
  • Verstopfung,
  • schmerzhafte einseitige Muskelverspannungen, oft im Schulter-Nacken-Bereich
  • Blutdruckregulationsstörungen
  • psychische Störungen wie z.B. Depressionen, mangelnder Antrieb

Treten zwei von all diesen Symptomen gleichzeitig auf, sollte die Situation gezielt neurologisch abgeklärt werden.

Oft wird die Symptomatik aber nicht der Parkinson-Krankheit zugeordnet. So landen Patienten nicht selten erst einmal beim Orthopäden statt beim Neurologen. Aber selbst ein Neurologe muss schon einen wachen Blick und Erfahrung mit Parkinson-Verläufen haben. Denn der Krankheitsverlauf und die ausgeprägten Symptome sind so individuell wie die Betroffenen selbst.

Im Verlauf der Parkinson-Erkrankung können sich diese Symptome verstärken bzw. weitere hinzukommen und gehören dann zu den Begleitsymptomen.